Kirchenrenovation

Quelle: Kath.Kirchengemeinde Bad Schönborn-Kronau

 
Seit gut einem halben Jahr steht nun schon das große Gerüst an der Vituskirche.
Wie man sich denken kann, sind Maßnahmen an einem altem, denkmalgeschützten Gebäude immer herausfordernd und mit etlichen Auflagen verbunden.
Viele Voruntersuchungen und Gespräche mit Experten und Restauratoren waren nötig, um sich ein Bild von den Schäden, den anstehenden Reparaturen, der Vorgehensweise und den Kosten zu machen. Von außen nur teilweise sichtbar gab es bereits einige Arbeiten rund um den Dachstuhl.
Gerade der hintere Bereich Daches – dem angebauten Teil der Kirche aus den frühen Jahren des 20. Jh. – ist mit Ziegeln neu eingedeckt, darunter einige neue Balken und eine neue Lattung. Genauso bedeutsam ist die Fixierung der Stuckdecke vom Dachboden her. Unzählige kleinere Halterungen verbinden den Stuck von oben her mit den Balken und gewährleisten auf diese Weise eine neue Sicherheit.
Im mittleren Bereich, in dem noch der originale, aber schon umgebaute Dachstuhl der Barockzeit erhalten ist, konnten die ernsten, gravierenden Schäden an den Deckenbalken bestätigt werden, wie sie die Voruntersuchungen bereits angezeigt haben. Neue Balken werden über den alten zusätzlich eingezogen und verstärken die vorhandene Struktur.
Das Innengerüst im Kirchenraum bleibt, bis die Stuckdecke überall gesichert ist. Es ist damit zu rechnen, dass es noch bis Ende des Jahres stehenbleibt. Mit der Tatsache, dass ein Innengerüst vorhanden ist, werden Überlegungen angestellt, die Deckenbilder im Innenraum zu säubern und der Decke insgesamt einen neuen Anstrich zu verpassen. Ehrlicherweise muss man sagen, dass dies eine Kostenfrage darstellt.
Im Außenbereich wurde die alte Farbe abgestrahlt, um vor allem den Sandstein an Fenstern, Türen und im Sockelbereich freizulegen. Auch hier gab es eine intensive Voruntersuchung, bei der alle Schäden genauestens kartographiert wurden, um entsprechende Maßnahmen festzulegen. Mancher Sandstein wird schlichtweg erneuert, wenn er bereits zu schadhaft ist, an anderer Stelle genügt ein Ausbessern.
Dachrinnen und Fallrohre können bleiben, während Fenster und Türen einer größeren Überarbeitung und Reparatur bedürfen.
Die nächsten Bauabschnitte befassen sich mit dem Turm und dem spätgotischen Chor. Es wird irgendwann noch darüber zu beraten sein, wie man mit der südlichen Kirchenmauer Richtung Parkplatz umgeht.  Wie umfassend die Renovierung der Außenanlage insgesamt ausfallen wird, hängt ebenfalls von der weiteren Kostenentwicklung ab. Natürlich müssen die Treppen ertüchtigt werden, so dass sie standsicher und gut begehbar sind.
Zusammenfassend kann man sagen, dass aufgrund der massiven und weitreichenden Schäden an der Substanz und in der Statik, die Arbeiten an diesem Kirchengebäude gewaltig sind. Die Bauherrschaft liegt mittlerweile nicht mehr beim örtlichen Stiftungsrat, sondern ist in die Zuständigkeit der Hauptverwaltung der Pfarrei nach Bruchsal übergegangen und dort dem Pfarreiökonom und dem Gebäudefachmann zugeordnet. Die Bauleitung liegt nach wie vor in den bewährten Herrn des Architekturbüros E. Reiß, beratend steht das Erzb. Bauamt zur Seite.
Noch ein Wort zu den Finanzen: Die Zuschüsse der Pfarrei, des Erzb. Ordinariats und die nötigen Darlehen übersteigen ein mehrfaches die bisher über die Jahre erbrachten Spendengelder.
Da Bauen nicht billiger wird, ist jede Spende von Bedeutung, um das Projekt zu einem sinnvollem Abschluss bringen zu können.
 
Die Pfarrei dankt für jede Gabe!